Wie wird man zum Choleriker?

So kann man zum Choleriker werden (Bildquelle: © ArTo - Fotolia.com)

Der Begriff “Choleriker” wurde im Jahre 400 vor Christus von dem Mediziner Hippokrates von Kos geprägt. Dieser Arzt definierte vier Eigenschaften der Temperamentenlehre in der Persönlichkeitspsychologie. Diese vier Strukturen stehen im Zusammenhang mit den vier Körpersäften Blut, Schleim, gelbe sowie schwarze Galle.

Die Bezeichnung “cholerisch” wird von dem altgriechischen Wort für Galle abgeleitet und spiegelt die schwarze Gallenflüssigkeit wider. Ein Mensch, der alle vier Temperamente im Gleichgewicht besitzt, hat gesunde und gern gesehene Charaktereigenschaften. Überwiegt jedoch eines dieser Strukturen, wie beispielsweise des Cholerikers, wird dieser Zustand als krankhaft und unangenehm für die Mitmenschen bezeichnet.

Die typischen Charaktereigenschaften eines Cholerikers

Cholerische Charakterzüge können sowohl positiv als auch negativ sein. Choleriker sind optimale Führungspersönlichkeiten, da sie sehr willensstark, selbstbewusst und ehrgeizig sind. Sie können überzeugen, sind energetisch, bestimmend, mutig, einfallsreich und selbstständig. Meist werden cholerische Menschen von ihren Mitarbeitern respektiert, aber auch gefürchtet. Viele Leute empfinden Choleriker als manipulierend, dreist, dickköpfig, dreist, leicht erregbar, jähzornig, überheblich, taktlos, fies, streitsüchtig, hitzköpfig, selbstsüchtig und egozentrisch. Vor allem in der Partnerschaft ist ein harmonisches Miteinander äußerst schwierig, denn Choleriker sind dominant, haben keine große Empathie für die Mitmenschen, handeln meist nach Eigenem Interesse und nutzen andere sogar aus.

Faktoren, die zu cholerischen Charaktereigenschaften führen

Viele Angestellte klagen über einen Chef, der cholerisch ist und fragen sich, wie er zu diesem Zorn und zu diesem hitzigen Charakter gekommen ist. Grundlegende Veranlagungen können im Grundwesen des Menschen angeboren sein. Diese können jedoch durch Erziehung und Training gemildert werden. Da ein Mensch cholerisch ist, wenn er seine Wutausbrüche nicht kontrollieren kann, kann er darauf hinarbeiten diese zu steuern. Viele negative Erfahrungen aus der Kindheit und Jugend, wie in etwa das Mobbing und Hänseln, können zu einer Abneigung der Mitmenschen gegenüber führen. Auch Eltern, die ihre Kinder immerzu kritisieren und bemängeln, können einen überhöhten Ehrgeiz auf Kosten anderer auslösen. Wichtig ist, dass dem Choleriker sein Verhalten und Ausgangspunkt bewusst ist und dass er sich ändern möchte. Zu viel Verantwortung auf der Arbeit kann zu Erschöpfung und Niederlagen führen, daher sollte er Aufgaben abgeben und anderen Menschen ihrer Kompetenz wegen vertrauen.

Wie man mit einem Choleriker umgehen sollte

Während eines Wutausbruchs eines Cholerikers sollte man sich zurück halten. Meist wird dieser nach einer Niederlage aggressiv und cholerisch, sodass eine Tröstung eine weitere Kränkung wäre. Während des Ausbruchs sollte man ihn nicht ansprechen und auf keinen Fall beleidigen oder kritisieren. Eine Aussprache sollte hinterher in einem ruhigen Umfeld geführt werden. Man sollte ihm dann auch klar die eigene Gefühlslage veranschaulichen und verdeutlichen, dass dieser verletzend gehandelt habe. Bei einer Freundschaft mit einem Choleriker muss man viel einstecken können und starke Nerven haben.

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